Nun ist es schon wieder zwei Monate her, dass ihr das letzte Mal von mir gehört habt. Nach einem stressigen Umzug (nein, nicht meiner 🙂 ) habe ich endlich wieder die Zeit gefunden, um Euch auf den neusten Stand der Dinge zu bringen.
Seit Anfang Juni musste ich das Lauftraining einstellen. Leider hat auch mich die bekannte „Läufer-Verletzung“ heimgesucht. Ich quäle mich mit dem sogenannten Schienbeinkantensyndrom (Knochenhautentzündung). Hierbei handelt es sich kurz gesagt um eine Überlastung. Meine lieb gewonnenen Physiotherapeuten in Schwerin leisten auch bei diesen Temperaturen tolle Arbeit, um mich wieder fit zu kriegen.
Aufgrund dieser Tatsache liegt der Schwerpunkt des Trainings im Moment beim Schwimmen und Radfahren. Des Weiteren versuche ich die fehlenden Laufeinheiten mit Stabilisations- und Mobilisationstraining etwas zu kompensieren.
Gerade am Schwimmen gewinne ich mehr und mehr Gefallen – vor allem bei den momentanen Temperaturen… Und Schwerin bietet mit seiner Vielzahl an Seen hervorragende „Trainingsstätten“, um hierbei auch Abwechselung zu schaffen.
Was ist sonst noch so passiert: In den letzten Wochen habe ich mir einen weiteren Traum erfüllt und habe endlich meinen Trainerschein-Lehrgang erfolgreich abgeschlossen. Nun habe ich die Trainer-Lizenz C für Fußball.
Ein weiteres Highlight war die erste Ausfahrt mit meinem neuem Triathlonrad. Für Insider: Ein Felt B14, keine 9 kg schwer, Carbonrahmen – in der Farbe Rot. Denn Rot steht für Schnelligkeit und Ferrari. 🙂
Gestern bin ich von der Insel Usedom zurückgekehrt. Drei Tage Kurzurlaub mit Pawel, seiner Freundin Ramona und Joshua (Arbeitskollege, Fußballer, Hyrox-Starter und mittlerweile guter Freund) standen auf dem Programm. Viele Kindheitserinnerungen wurden geweckt, da Pawel und ich fast jeden Sommer in Ahlbeck im Ferienlager waren. Positiv zu erwähnen, dass neben diversen Beachvolleyballfeldern am Strand auch ein Sportoutdoorpark an der Promenade in den letzten Jahren installiert wurde. So kamen für uns zu Beachvolleyball und Spikeball noch weitere sportliche Betätigungen hinzu. Dies war zum sonstigen Trainingsalltag eine gesunde Abwechslung. Zum Thema Spikeball: was für eine „kranke“ Sportart. Ich kann euch nur empfehlen, es selbst mal auszuprobieren…
Neben dem ganzen Spaß ist das Training im Sand sehr gelenkschonend und eine gute Trainingsmethode für den Aufbau einer stabilen Rumpfmuskulatur. Nun ja, es sei denn man ist der Meinung sich am ersten Tag den Zeh anzubrechen, nicht wahr Pawel?! 🙂
Leider erreichten mich vor vier Wochen von der Marke IRONMAN keine erfreulichen Nachrichten. Der Wettkampf am 06.09.2020 findet aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemenie in Slowenien nicht statt! Wenn ich ehrlich bin, habe ich mit einer Absage eigentlich nicht mehr gerechnet. Allerdings muss man auch sehen, dass die derzeit wieder ansteigenden Infektionszahlen eine Absage wohl auch jetzt noch unumgänglich gemacht hätten und ich diese Entscheidung mittlerweile akzeptiere und respektiere.
Es gibt natürlich wichtigere Dinge im Leben, als den Sport.
Nun heißt es aber auch, den Blick nach vorne zu richten und eine Entscheidung zu treffen. Viele Wegbegleiter haben mich in den letzten Tagen schon persönlich angeschrieben oder angerufen und wollten wissen, ob ich meinen Weg fortsetze oder ob ich das Projekt „Team BergZiege“-Ironman beende.
An dieser Stelle kann ich mitteilen, dass mich intensive Gespräche mit Coach Ole und Berater Pawel sowie meiner neuen Freundin zum Weitermachen angespornt haben. Es stand eigentlich zu keiner Zeit eine „Aufgabe“ im Raum. Dafür ist das Projekt Triathlon inzwischen zu sehr Herzensangelegenheit geworden. Und wer mich kennt, der weiß auch, dass ich mich an Versprechen halte. Vor allem aber auch aus dem Grund, da ich mit dem erfolgreichen „finishen“ eines Ironmans die Deutsche Krebshilfe unterstützen möchte. Für die aufmerksamen Leser dieses Blogs sollte der wunderbare Mensch Ute ein Begriff sein. Wie ich bereits in vorigen Beiträgen mitgeteilt habe, möchte ich mit einem kleinen Beitrag die Forschung der Deutschen Krebshilfe unterstützen, damit den Schmerz und den Verlust eines geliebten Menschen durch diese Krankheit in Zukunft noch weniger Leute erleiden müssen.
Die Vorbereitungen für die neue Trainingssaison laufen auf Hochtouren und in den nächsten drei Wochen werde ich eine Entscheidung mit meinem „Beraterstab“ treffen, welches Saisonhighlight ich mir für das Jahr 2021 herausgesucht habe. Mir ist es wichtig, euch den Wettkampfort so schnell wie möglich mitteilen zu können, damit ihr mich gegebenenfalls (auch) vor Ort unterstützt. Nach Slowenien wären immerhin 10 „Fans“ mitgereist – auch dafür sage ich heute schon mal herzlich danke. Und freue mich über zahlreiche Begleiter im kommenden Jahr!
Bis dahin Sport frei und immer schön eincremen (Sonnenbrand bei Hauttyp 0 tut doppelt weh – ich weiß, wovon ich rede 🙂 )
Eure BergZiege Paule
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