Freud‘ und Leid liegen tatsächlich manchmal eng beisammen…

Zweieinhalb Wochen hielt meine Zwangspause an. Es war wieder einmal verrückt, festzustellen, wie mein sonst so geregelter Tagesablauf – Arbeiten, Sport, Essen, Schlafen und alles wieder von vorn… – durch eine Verletzungspause in Mitleidenschaft gerät. Am 26.03.2020 motivierte und überzeugte mich eine Arbeitskollegin, sie auf ihrer Laufrunde zu begleiten. Es war ein wunderbares Gefühl, an frischer Luft und in der Natur wieder Sport zu treiben. Ein besonderer Moment, bei dem ich auf der entspannten Sieben-km-Runde jeden Meter genoss. Im Anschluss folgte eine ausgiebige Stabi-Einheit. Nach den beiden Einheiten lächelte ich zufrieden in mich hinein.
Fazit des Tages: die Leiste hält und es kann nun wieder vorwärts gehen.

In den nächsten Tagen steigerte ich langsam wieder das Pensum und freute mich darüber, dass keine gesundheitlichen Rückschläge zu verzeichnen waren. Doch die Freude darüber währte nicht allzu lange: Es stellte sich nicht nur mir, sondern quasi jedem anderen Sportler, Arbeitnehmer, Arbeitgeber – jedem Menschen – ein neuer Gegner in den Weg. Deutschland und die Welt kämpfen nun gegen den unsichtbaren Feind namens Corona.

Für mich bedeutet dieses Virus deutlich mehr Arbeit, kein Schwimmtraining und weltweit die ersten Wettkämpfe, die abgesagt wurden. Es ist traurig mit anzusehen, wie Städte einschlafen, Menschen verunsichert durch die Straßen laufen und es zugleich immer noch Menschen gibt, die den Ernst der Lage nicht erkennen wollen.
Für mich bleibt nur die Hoffnung, dass alle geliebten Menschen um mich herum – im Verwandten-, Bekannten-, Freundes- und Kollegenkreis diese schwierige Zeit überstehen. Bleibt bitte alle gesund und munter!

Heute wollte ich eigentlich mit einem großen Teil vom „Team BergZiege“ in Berlin an den Start gehen. „Hyrox“ wäre angesagt gewesen. Leider findet dieser Wettkampf nun aus nachvollziehbaren Gründen nicht statt.

Nächster geplanter Wettkampf wäre am 09.05.2020 mit dem weißen Kenianer Pascal. Ein Nachtlauf über 20 Kilometer durch Schwerin. Noch steht der Start „in den Sternen“.

Vom 11.05.-13.05. war ein kurzes Trainingslager in Mecklenburg-Vorpommern geplant. Ob das stattfinden kann, ist heute genauso ungewiss wie das sich eigentlich anschließende große Auslandstrainingslager auf Lanzarote. Zu 90 Prozent wird wohl auch dieses ins Wasser fallen.

Und zu guter Letzt hat auch die Marke IRONMAN schon die ersten Events abgesagt. Mein Wettkampf am 07.06.2020 gehört im Moment jedoch noch nicht dazu. Also drückt weiterhin die Daumen. Obwohl ich aus internen Kreisen gehört habe, dass der Baden-Württembergische Triathlon-Verband alle Wettkämpfe bis einschließlich Mitte Juni absagen will… Ergo würde auch mein Ironman Kraichgau 70.3 (steht für die Distanz in Meilen) voraussichtlich nicht stattfinden.

Der Gedanke ist ziemlich bitter. Jedoch bin ich Hobbysportler und für mich geht es nach dem Virus genauso weiter wie zuvor. Hingegen könnte diese Krise für Profisportler weitaus größere Folgen haben. Allein der Gedanke, sich ein halbes Jahr auf einen Wettkampf vorbereitet zu haben, jeden schmerzhaften Trainingskilometer in den Beinen zu wissen und dann die Enttäuschung, dass das alles umsonst gewesen sein soll. Unvorstellbar! Oder Sportler, die sich vier Jahre (und mehr) auf ihren großen Tag bei Olympia vorbereiten. Aus der Traum?! Sponsoren?! Haltet durch liebe Leistungssportlerinnen und -sportler! Ich drücke Euch die Daumen, dass auch ihr halbwegs glimpflich durch diese Krise kommt!

In diesem Sinne bleibt alle gesund!!! Viele Grüße von Eurer BergZiege Paule

PS.: Noch gibt es Hoffnung und vielleicht kann ich Euch im nächsten Beitrag schon eine neue Botschaft verkünden. 🙂

Veröffentlicht von rasengott8

Hey Guys, follow me on Instagram: team_bergziege Triathlet auf dem Weg zum ersten Ironman.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten