Nach viel Euphorie, Spaß und Freude in den letzten Wochen kam nun doch der erste Tiefschlag. Am vergangenen Wochenende wollte ich mal wieder meine Fußballmannschaft unterstützen und ließ mich auf dem Spielberichtsbogen notieren. Zur Freude meiner Eltern (waren über das Wochenende zu Besuch) und meiner selbst durfte ich sogar von Beginn an spielen.
Ich fühlte mich gut und hatte keine Bedenken, dass ich mich am heutigen Tag verletzen könnte. Schon beim Warmlaufen fiel meiner Mannschaft und mir auf, dass der Rasenplatz nicht im besten Zustand ist. Der Rasen war zwar sehr kurz geschnitten, jedoch war er durch die Regenfälle der letzten Tage aufgeweicht und rutschig.
Nach dem Anpfiff dauerte es nicht lange, bis ich die erste Ballberührung hatte. Schnell musste ich feststellen, dass das heutige Spiel wenig technisch geprägt sein würde, da die Bälle jedem Spieler immer wieder „versprangen“. Deswegen stellte unser Trainer schnell auf Standardtaktik in der Kreisoberliga um. Getreu dem Motto: „Hoch und Weit bringt Sicherheit!“. Nachdem ich bereits innerhalb der ersten 8 Minuten dreimal gefoult wurde, kam ich so langsam in den ‚Aggro-Modus‘. In Minute 10 musste ich dann die nächste schmerzliche Erfahrung sammeln. Nachdem ein langer, hoher Ball auf meine linke Seite geschlagen wurde, ging ich in einen intensiven Zweikampf mit meinem Gegenspieler. Diesen versetzte ich mit einer Körpertäuschung á la Bart Goor (ehemals Hertha BSC und lange Zeit mein Lieblingsspieler 🙂 ). Danach steuerte ich auf die Innenverteidigung zu. Aufgrund des „idealen“ Platzzustandes legte ich mir den Ball zu weit vor und musste einen langen Ausfallschritt machen, um vor dem Innenverteidiger an den Ball zu gelangen. Bei diesem Ausfallschritt rutschte ich trotz 14er Alu-Stolle nach vorne Weg und merkte, wie ich mir meine rechte Leistenseite zerrte. So eine Sch…….! Aus Frust und weil ich es nicht wahrhaben wollte, spielte ich die Halbzeit unter Schmerzen noch zu Ende und ließ mich zur zweiten Halbzeit auswechseln. Auch dies war eine grandiose Idee von mir. Nun habe ich bereits fünf Tage Trainingspause hinter mir und könnte mich selbst für die Aktion hassen. Die Physios wollten sich nicht festlegen, wie lange ich nun pausieren sollte. Es heißt also abwarten und Tee trinken. 😦 Erstaunlich, wie schnell einem nun die Decke auf den Kopf fällt und man einen enormen Bewegungsdrang verspürt, wenn die vergangenen Wochen nur so vom Sport geprägt waren.
Nun heißt es, viel Dehnen, Dehnen, Dehnen und ansonsten Geduld üben. Ich hoffe, dass ich in zwei bis drei Tagen wieder mit lockeren Trainingseinheiten beginnen kann.
Bis dahin kommt Wärme auf die Leiste und sie wird immer wieder leicht angedehnt.
Und eins steht fest: bis zum Saisonhöhepunkt bleiben die Fußballschuhe nun im Schrank!!!