Ich weiß nicht, wie ich es angestellt habe… Jedenfalls klopfte der Weihnachtsmann am Heiligen Abend auch an meine Tür und brachte mir das lang ersehnte Triathlon-Buch mit Trainingsplänen. Die Feiertage nutzte ich dann für die Erstellung des eigenen Trainingsplans, was sich als durchaus kompliziert erwies.
Mein Ziel war es, ab dem 01.01. (Anmerkung: ein wunderbares Datum und das jedes Jahr aufs Neue 🙂 – verstehen nur Insider) mit dem Training zu beginnen. Des Weiteren wollte ich auch mit ein paar anderen Umstellungen in das neue Jahr starten. Seit dem Neujahrstag bin ich „trocken“ und halte das hoffentlich auch bis zum 07.06.2020 durch. Genauso habe ich ein wenig an meiner Ernährung verändert und habe mich jetzt mit deutlich mehr Gemüse, Müsli, Fisch usw. „angefreundet“. Und darüber hinaus versuche ich – eigentlich „fleischfressende Pflanze“ – diesen Konsum zu reduzieren. Sollte es Fleisch einmal zum Abendbrot geben, bevorzuge ich nun die „hellen“ Sorten.
Vom ersten Tag diesen Jahres an habe ich nun 23 Wochen der Vorbereitung vor mir. Diese gestalten sich wie folgt: auf drei Belastungswochen I bis III kommt immer eine Entlastungswoche. Des Weiteren teile ich das Training in diverse Perioden ein. Beginnend mit der Vorbereitungsperiode (VP) I. In dieser Zeit wird an der Grundlagenausdauer gearbeitet. Gleichzeitig soll sich der Körper langsam an neue und vor allem häufigere Belastung gewöhnen. Für meine Person habe ich diese Phase sehr verkürzt, da ich glaube, dass ich mit einer ganz guten Grundausdauer an die Sache heran gehe. Nach der Vorbereitungsperiode I folgt die VP 2. In dieser Phase befinde ich mich derzeit. Die Anzahl der Trainingsstunden erhöht sich. Ich arbeite im Moment an technischen Elementen der einzelnen Teildisziplinen und versuche vor allem „Schwimmhäute“ zu produzieren, um dem Schwimmen den „Kampf anzusagen“. In dieser Periode ist es empfehlenswert, ein Trainingslager von zwei Wochen einzubauen. In meinem Trainingsplan findet dieses leider zu einem späteren Zeitpunkt auf Lanzarote statt. Der Zeitraum liegt etwas ungünstig, da es dann nur noch zwei Wochen bis zum Saisonhöhepunkt sind. Ließ sich aber nicht anders organisieren… Allerdings habe ich diesen „Fehler“ schnell kompensiert und bin kurzentschlossen mit dem Coach im Januar in ein Höhentrainingslager nach Tirol gefahren 🙂 . Problem war hierbei nur, dass der Küchenchef mit seinen kulinarischen Spezialitäten jede verbrannte Kilokalorie sofort wieder ausgleichen wollte 🙂 . Dazu werdet ihr aber im nächsten Beitrag noch ein wenig mehr lesen.
Nach VP 2 geht es schon fast in Richtung Wettkampf. Zwischenstation bildet die spezifische Wettkampfvorbereitung. Wie der Name schon sagt, werde ich in dieser Zeit sehr viel an wettkampfspezifischen Dingen arbeiten. Disziplinwechsel, Ernährung während des Wettkampfs aber auch den einen oder anderen Vorwettkampf bestreiten, um die Motivation hoch zu halten. Neben den drei Teildisziplinen und jede Menge Kraftsport lege ich im Trainingsablauf einen großen Schwerpunkt auf das Stabilisation und Dehnen. Hierfür arbeite ich mit einer Physiotherapie aus Schwerin sehr eng zusammen und wurde schon das eine oder andere Mal auf Balancekissen von den Physios gequält. Ziel hierbei ist es, Verletzungen vorzubeugen und ein Gefühl vom „festen“ Körper zu erzeugen. Des Weiteren versuche ich mich im Yoga-Sport – mit meiner Mama als Trainerin sowie in der Meditation und im Mentaltraining. Was all‘ die Übungen und Trainingsformen am Ende bringen werden, weiß ich im Detail noch nicht. Ich sehe diese Zeit auch für mich als Experiment, um verschiedenste Sachen auszuprobieren. Natürlich ist der größte Wunsch – nach vielen, teilweise schweren Verletzungen – verletzungsfrei durch die Saison zu kommen und einen „perfekt, austrainierten“ Körper am Wettkampftag präsentieren zu können 🙂 .
Welche Wettkämpfe werde ich in der Vorbereitung bestreiten? Einen Halbmarathon mit Zielzeit unter 1:45 Stunden, einen Hyrox am 04.04.2020 in Berlin (Pawel, danke für das Geschenk – er selbst und mein Kumpel Nils werden auch daran teilnehmen [Für alle, die nicht wissen, was ein Hyrox ist. Es ist gar nicht schlimm und kommt bloß nicht auf die Idee es zu googlen!!! Ich heule jetzt schon vor Schmerzen, wenn ich daran denke! @Mama: Ich hoffe, du kommst mit Vaseline und jeder Menge Taschentücher zuschauen und trösten.], eine olympische Distanz sowie über Ostern einen Duathlon (Laufen-Rad-Laufen ca. 20 km). Über Euren Support an den Strecken würde ich mich wie immer sehr freuen. Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.
Abschließend kommt dann am 07.06.2020 der Saisonhöhepunkt IRONMAN 70.3 im Kraichgau! Unterstützt das Team BergZiege gerne an der Strecke, wir werden Euch brauchen und gern hören 🙂 .
Bis jetzt läuft es jedenfalls sehr gut! Ich bin motiviert und hoffe, dass ich diese Disziplin mit den verschiedenen Bereichen weiterhin durchstehe.
Auf bald
Eure BergZiege Paule
PS: Ich versuche immer wieder, mit kleinen Anekdoten die trockene Theorie aufzuwerten – sehr zum Leidwesen von Nils 🙂